Wie viele P2P-Verbindungen sind möglich?

P2P erlaubt drei Gegenstellen pro Person, auch bei mehr Kameras im Raum. Die Tabelle zeigt Upload, Download und Datenvolumen bei vier Kameras.

SPChat erlaubt im Peer-to-Peer-Modus (P2P) Verbindungen zu maximal 3 anderen Personen gleichzeitig je Nutzer. Im Raum können mehr als vier Kameras eingeschaltet sein. Entscheidend ist, wer tatsächlich mit wem verbunden ist. Betreiber können die Grenze im Adminbereich auf eine oder zwei Gegenstellen senken.

Senden und Zuschauen teilen sich diese Grenze. Wenn zwei Personen gegenseitig ihre Kameras ansehen, belegt das bei beiden jeweils einen Platz. Eine eingeschaltete Kamera ohne Zuschauer belegt keinen Platz. Auch die lokale Vorschau und der reine Textchat benötigen keine P2P-Verbindung.

Können getrennte Videogruppen denselben Raum nutzen?

Ja. Wenn Person B die Kamera von A ansieht, haben beide eine Gegenstelle. Gleichzeitig können C, D und E untereinander verbunden sein. Sie haben dann jeweils zwei Gegenstellen. Diese fünf Personen können im selben Raum Video nutzen, weil niemand mehr als drei Verbindungen hat.

Wer bereits drei anderen Personen zuschaut, hat keinen freien Platz für einen weiteren Zuschauer der eigenen Kamera. Maßgeblich sind die unterschiedlichen Gegenstellen, unabhängig davon, in welche Richtung Video übertragen wird.

Wie öffne oder schließe ich eine Kamera?

Wählen Sie die gewünschte Kamera aus. Öffentliche Kameras benötigen keine Freigabe, werden aber ebenfalls erst nach Ihrer Auswahl geöffnet. Bei geschützten Kameras muss die sendende Person zustimmen. Eine laufende Anfrage reserviert bereits einen Platz auf beiden Seiten.

Sind bei Ihnen oder der anderen Person alle Plätze belegt, erscheint eine entsprechende Meldung. Über „Videoverbindung schließen“ am Kamerabild oder in der Zuschauerliste geben Sie einen Platz frei. Das beendet die Verbindung zwischen diesen beiden Personen in beide Richtungen. Die übrigen Gespräche laufen weiter.

Wie viel Traffic verursachen vier Kameras?

Wenn vier Personen ihre Kamera senden und die drei anderen ansehen, überträgt jede Person drei Kopien ihres eigenen Videos und empfängt drei fremde Videos. Jede Person nutzt damit alle drei Plätze. Die Tabelle beschreibt diese vollständig verbundene Vierergruppe. Zusätzliche, getrennte Gruppen im selben Raum ändern ihre Datenmenge nicht.

Rechenbeispiele pro Person bei vier aktiven Kameras
Videodatenrate je StreamUpload pro PersonDownload pro PersonDatenvolumen pro Person und Stunde, Upload + Download
0,5 Mbit/s1,5 Mbit/s1,5 Mbit/s1,35 GB
1 Mbit/s3 Mbit/s3 Mbit/s2,7 GB
2 Mbit/s6 Mbit/s6 Mbit/s5,4 GB

Die Werte sind Rechenbeispiele, keine festen Qualitätsstufen. Sie setzen gleichbleibende, gleich hohe Videodatenraten voraus. Tatsächlich passt der Browser die Datenrate unter anderem an Auflösung, Bewegung im Bild und Verbindung an. Ton und Netzwerkoverhead kommen hinzu. Die Datenmengen sind dezimale GB, also 1 GB = 1.000 MB.

Sind das 24 Mbit/s Upload pro Person?

Bei 2 Mbit/s je Videostream benötigt jede Person 3 × 2 = 6 Mbit/s Upload. Die genannten 24 Mbit/s sind die Summe über alle vier Personen: 4 × 6 Mbit/s. Dazu kommen pro Person 6 Mbit/s Download sowie Ton und Netzwerkoverhead.

Schon 6 Mbit/s Upload können einen Anschluss auslasten. Entscheidend ist der tatsächlich verfügbare Upload, nicht allein die beworbene Downloadgeschwindigkeit. Ein Anschluss mit 5 Mbit/s Upload reicht für dieses Beispiel nicht aus. Planen Sie zusätzlich Reserve für andere Anwendungen und WLAN-Schwankungen ein.

Warum hilft ein TURN-Server dabei nicht?

Ein TURN-Server wie coturn leitet die einzelnen Verbindungen weiter, wenn eine direkte Verbindung nicht möglich ist. Die drei ausgehenden Videokopien pro Person bleiben bestehen. TURN hilft bei der Erreichbarkeit, spart im P2P-Modus aber keinen Upload.

Was eignet sich für größere Videogruppen?

Wenn mehr als vier Personen alle anderen sehen sollen oder eine Kamera mehr als drei Zuschauer erreichen soll, eignet sich ein SFU-System. Dabei senden die Teilnehmer ihre Kamera an einen Server, der sie an die Empfänger verteilt. Der Kamera-Upload wächst dadurch nicht mit jeder weiteren Person. Dafür werden ein SFU-Server und eine passende Anbindung im Videochat benötigt. Verbindung, Geräte und Serverkapazität bleiben entscheidend.

Weitere Hinweise finden Sie in der TURN-Erklärung und bei den SPChat-Funktionen. Testen Sie den Videochat in der Demo mit Ihren Geräten und Anschlüssen.